Das Wort „Team“ wird geradezu inflationär eingesetzt. Dabei steckt dahinter nicht nur eine Idee, sondern auch ein Anspruch.

Wir brauchen andere Menschen, mit ihrem Wissen, ihren Talenten und Fähigkeiten. Auch ich wünsche mir manchmal, große Ziele ganz alleine erreichen zu können. Aber das ist in den seltensten Fällen überhaupt möglich – kurz: Wir brauchen ein Team.

Aber nicht jede Ansammlung von Menschen ist auch gleich ein Team. In diesem kurzen Beitrag gehe ich auf die 6 essenziellen Merkmal und Ansprüche echter Teams ein, denn Teamerfolg vereint Fähigkeiten, Vorlieben und Teamziele.

Es ist daher eine gute Idee, sich die Kennzeichen eines Teams und die Ansprüche immer mal wieder bewusst zu machen:

1. Eine kleine Anzahl an Personen

Ein Team umfasst zwei bis acht, maximal 12 Personen. Warum? Weil ein Team von direkter Kommunikation jeder mit jedem lebt. Jeder Mensch muss sich zugehörig fühlen, und das geht am besten im direkten Kontakt. Je mehr Menschen in einem Team arbeiten, umso mehr steigt der Kommunikationsaufwand. Und dies ist ab einer bestimmten Anzahl an Menschen weder sinnvoll noch möglich.

2. Ergänzende Fähigkeiten und Vorlieben

Wenn alle das gleiche einbringen, die gleichen Fähigkeiten haben oder gar immer der gleichen Meinung sind, dann handelt es sich um eine Gruppe. Und nicht um ein Team. Teams leben von den unterschiedlichen Qualitäten, die jeder einbringt.

3. Gemeinsame, klare, anspruchsvolle und akzeptierte Ziele

Das gemeinsame – von allen akzeptierte – Ziel ist es, das ein Team von einer Selbsterfahrungsgruppe unterscheidet. Und das Gefühl „Das schaffe ich nicht alleine“ kann einen Sog erzeugen, der Menschen zusammenführt.

4. Ein gemeinsamer Arbeitsansatz

Wir müssen uns einigen: Auf ein gemeinsames Vorgehensmodell. Auf eine Meeting-Struktur. Auf eine gemeinsame Dateiablage. Wir brauchen ein gemeinsames Verständnis, wo wir uns individuelle Freiheiten gönnen – und wo wir einen gemeinsamen Standard brauchen.

5. Sich gegenseitig unterstützen wollen

Starke Teams zeichnen sich dadurch aus, dass die individuellen Leistungen sichtbar sind (siehe „Social Loafing“). Das darf jedoch keinen davon abhalten nicht nur miteinander zu arbeiten. Sondern füreinander.

6. Rahmenbedingungen, die Teams nicht behindern

Sie wollen ein Team aufbauen? Dann schauen Sie sich die Rahmenbedingungen in Ihrer Organisation an. Manche werden Teams fördern, andere behindern, z.B.: Dürfen interdisziplinäre Teams sich überhaupt bilden und übergeordnete Ziele vorantreiben? Sind gemeinsame Arbeitsgruppen sinnvolle organisier? Wie weit sind Ihre Büros voneinander entfernt? Müssen sie rein virtuell zusammenarbeiten? Haben sie ein MbO mit rein individuellen Zielen?

Diese Liste ist auch eine gute Check-Liste, wenn Sie über Ihr bestehendes Team nachdenken – oder ein neues Team aufbauen wollen.

Was denken Sie? An welchem Merkmal scheitern Teams am häufigsten?