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Konflikte im Team sind wie ein unerwarteter Sturm auf hoher See – sie bringen das Boot einer Crew schnell ins Wanken. Unbehandelt können Konflikte jedoch nicht nur das Team, sondern das gesamte Unternehmen destabilisieren. Allerdings sind Konflikte im Team unvermeidlich und müssen nicht zwangsläufig negativ sein.

In diesem Blogartikel zeigen wir Ihnen, wie Konflikte im Team entstehen und wie Sie diese frühzeitig erkennen, bevor sie das Team zum Scheitern und somit Ihr Unternehmen zum Kentern bringen.


Was sind Teamkonflikte?

Teamkonflikte sind Spannungen oder Auseinandersetzungen zwischen Teammitgliedern, die das reibungslose Funktionieren eines Teams oftmals behindern. Im Kern entstehen Konflikte im Team aufgrund von unterschiedlichen Meinungen, Werten, Zielen, Persönlichkeiten oder Arbeitsstilen der Teammitglieder. Diese Unterschiede führen häufig zu Spannungen, wenn sie nicht angemessen behandelt werden.

Ursachen für Konflikte im Team

Konflikte im Team entwickeln sich aus einer Vielzahl von Ursachen. Oft werden diese Ursachen nicht sofort erkannt, weswegen sie auch „blinde Flecken“ nennen. Die häufigsten Auslöser, die zu Konflikten im Team führen, sind:

  • Unterschiedliche Arbeitspräferenzen: Teammitglieder bringen oft unterschiedliche Persönlichkeiten, Arbeitsstile und Präferenzen mit in das Team ein. Wenn das Verständnis für die unterschiedlichen Arbeitspräferenzen der Teammitglieder fehlt, kommt es häufig zu Konflikten im Team.

  • Unklare Rollen und Verantwortlichkeiten: Wenn die Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams nicht klar zugewiesen sind oder wenn es Überschneidungen oder Konflikte zwischen den Aufgabenbereichen gibt, entstehen häufig Konflikte. Teammitglieder streiten sich über Zuständigkeiten oder fühlen sich benachteiligt, wenn die Rollen nicht klar definiert sind.

  • Kommunikationsprobleme: Missverständnisse, unklare Anweisungen oder mangelnde Kommunikation führen zu Konflikten im Team. Wenn Informationen nicht klar kommuniziert werden, sind Teammitglieder frustriert und Konflikte entstehen.

  • Ungelöste Probleme oder Konflikte aus der Vergangenheit: Unbehandelte Konflikte oder ungelöste Probleme aus der Vergangenheit bestehen oft weiterhin und führen zu neuen Konflikten. Wenn frühere Probleme nicht angemessen gelöst wurden, verschärfen sie sich im Laufe der Zeit und beeinträchtigen die Teamdynamik.

  • Knappe Ressourcen: Konflikte im Team entstehen auch durch begrenzte Ressourcen wie Zeit, Geld oder Personal. Wenn es nicht genügend Ressourcen gibt, um die Bedürfnisse aller Teammitglieder zu erfüllen, entstehen Spannungen und Konflikte über die Verteilung der Ressourcen.

Konsequenzen unbehandelter Konflikte

Unbehandelt destabilisieren viele Konflikte nicht nur das Team, sondern auch das gesamte Unternehmen. Wenn Sie Konflikte im Team nicht aktiv angehen, droht eine zunehmend negative Arbeitsatmosphäre zu entstehen, in der Teammitglieder sich unwohl fühlen und ihre Motivation verlieren. Dadurch kommt es zu einem Produktivitätsverlust, da sich Teammitglieder weniger engagiert fühlen und weniger bereit sind, sich für das gemeinsame Ziel einzusetzen.

Konflikte im Team führen außerdem dazu, dass Teammitglieder abgelenkt oder gestresst sind, wodurch Fehler und Ungenauigkeiten zunehmen. Nicht nur die Arbeitsqualität wird durch diese Mängel beeinträchtigt, sondern auch das Vertrauen der Kunden und Stakeholder in das Unternehmen wird untergraben.

Eine weitere Folge unbehandelter Konflikte ist eine erhöhte Fluktuation im Team, da sich Teammitglieder unwohl fühlen oder das Team verlassen, um Konflikten aus dem Weg zu gehen. Im „Worst Case“ verlieren Sie talentierte Mitarbeiter und es kommt zu gestörten Arbeitsabläufen aufgrund der Einarbeitung von neuen Mitarbeitern.

So zeigen sich Konflikte im Team

Konflikte im Team zeigen sich auf viele Arten und rufen verschiedene Symptome hervor, die die Leistung und Zusammenarbeit beeinträchtigen. Im Folgenden haben wir Ihnen einige der häufigsten Symptome aufgeführt, die auf Konflikte im Team hinweisen:

Unzureichende Projektplanung

  • Projekte werden zu schnell angegangen, ohne wirklich zu verstehen, was der Kunde möchte
  • Fehlende Vollständigkeit von Aufgaben
  • Fehlende Transparenz und Nachverfolgbarkeit
  • Verfehlte Ziele
  • Verlust von Geschäftschancen

Mangelnde Teamkompetenz und Zusammenarbeit

  • Es gibt kein tiefes Verständnis über die Erfahrungen und Kompetenzen der Teammitglieder
  • Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit im Team
  • Geringe Motivation und Eigeninitiative der Teammitglieder
  • Fehlende Anerkennung unter Teammitgliedern
  • Unproduktives Diskussionsverhalten

Schwächung der Teamleistung

  • Ineffizientes Arbeiten der Teammitglieder
  • Wechselhafte Arbeitsqualität der Teammitglieder
  • Geringe Produktivität im Team
  • Im Team werden falsche Entscheidungen getroffen
  • Stagnation von Projekten
  • Imageprobleme und Schwächung der Team-Reputation
  • Innovationsmangel im Team
  • Hohe Fehlzeiten im Team

Von unproduktiven zu produktiven Konflikten

Konflikte im Team entstehen auf verschiedenen Ebenen der „Persönlichkeit“ eines Menschen, beispielsweise auf dem bevorzugten Verhalten eines Menschen im Arbeitskontext. Die beiden Forscher Margerison und McCann benannten diese Ebene im Team Management Profil (TMP) als Arbeitspräferenzen.

Jedes Team hat produktive und unproduktive Konflikte: Produktive Konflikte im Team sind Auseinandersetzungen zwischen Teammitgliedern, die zu positiven Ergebnissen führen. Im Endeffekt kommen Teams mit produktiven Konflikten zu besseren Entscheidungen, die verschiedene Sichtweisen zur Sprache kommen lassen und gemeinsam nach der besten Lösung suchen. Immer gemeinsam einer Meinung zu sein, birgt jedoch auch die Gefahr, dass alle Teammitglieder die gleichen blinden Flecken haben.

Konflikte im Team werden dann produktiv, wenn sich jeder im Team seiner eigenen Sichtweisen bewusst ist und bereit ist, sich auf den anderen einzulassen und dessen Argumente einzubeziehen. Dieses Bewusstsein wird oft durch ein besseres Verständnis der eigenen Arbeitspräferenzen durch das Team Management Profil geschaffen.  

Im Mittelpunkt des Team Management Rads steht das „Verbinden“ (engl. Linking). Um Konflikte im Team produktiv zu lösen, ist gutes Linking wichtig, also die Haltung, Bereitschaft und Fähigkeit, Menschen mit anderen Arbeitspräferenzen zu verstehen. Unproduktive Konflikte hingegen entstehen dann, wenn dieses Verständnis fehlt.

Was glauben Sie, wie viel Prozent der Arbeitszeit durch unproduktive Konflikte vernichtet wird? Im Durchschnitt macht das zwischen 5 und 10 %, manchmal auch deutlich mehr, aus!

Aus diesem Grund ist der Kern guter Teamentwicklungsmaßnahmen mit dem TMP, das Linking zu verbessern – also die Verbindung zwischen Menschen.

Wie lösen Sie nun Konflikte und beugen diese sogar vor?

Ein entscheidender Schritt zum Lösen und Vorbeugen von Konflikten besteht darin, blinde Flecken im Team zu identifizieren – jene Bereiche, in denen es an bestimmten Fähigkeiten oder Perspektiven mangelt. Durch diese Erkenntnisse sind Sie in der Lage, Teams gezielt zusammenzustellen, um die unterschiedlichen Fähigkeiten und Perspektiven der Teammitglieder optimal zu nutzen und mögliche Konfliktpunkte zu minimieren.

Mit dem Verständnis um die verschiedenen Arbeitspräferenzen der Teammitglieder besitzen Sie die Fähigkeit, Konflikte gezielter anzugehen und zu lösen. Dies gelingt, indem Sie die Kommunikation verbessern, Aufgaben passend zu den Stärken der Teammitglieder verteilen und eine offene sowie respektvolle Arbeitsumgebung fördern.

Fazit

Konflikte im Team sind unvermeidlich und beeinflussen das Arbeitsklima, wenn sie unbehandelt bleiben. Sie entstehen häufig durch unterschiedliche Arbeitspräferenzen, unklare Rollen, Kommunikationsprobleme, ungelöste frühere Konflikte und knappe Ressourcen. Werden Konflikte nicht aktiv angegangen, beeinträchtigen sie die Produktivität und die Arbeitsatmosphäre im Team und führen sogar nicht selten zu erhöhter Fluktuation.

Um unproduktive Konflikte in produktive zu verwandeln, ist es entscheidend, das gegenseitige Verständnis und die Kommunikation im Team zu verbessern. Wenn jedes Teammitglied die Arbeitspräferenzen der anderen besser versteht, wie es das Team Management Profil vermittelt, und die Fähigkeit besitzt, unterschiedliche Arbeitsstile zu verbinden (Linking), sind Teams in der Lage, Konflikte produktiv zu lösen.

 

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